Lasterfassung

DIN 56950 Maschinentechnische Einrichtung und die Lasterfassung

7.7.4.3 Schutz bei Überschreiten der Nennbelastung –
1,2 facher Wert, In Gegenrichtung darf gefahren werden.

Kettenzüge nach BGV D8 arbeiten in der Regel mit einer Rutschkupplung anstatt einer Lasterfassung, die eine Überlast und damit das sprengen der Kette wirksam verhindert. Bei Kettenzüge die als BGV C1 umgebaut werden, ist es von Prüfer zu Prüfer sowie vom Kettenzug zu Kettenzug unterschiedlich ob ein verstiften der Rutschkupplung verlangt wird. Damit die Last oder für die Zusatzausstattung Unterlasterkennung das Schlaffseil richtig erfaßt und gegebenenfalls einer Steuerung übermittelt werden können, gibt es folgende Möglichkeiten:

Dehnungsmeßstreifen mit kontinuierlicher Werteübermittlung

Lasterfassung mittels Dehnungsmeßstreifen
Dehnungsmeßstreifen mit kontinuierlicher Werteübermittlung

Über Dehnungsmeßstreifen mit kontinuierlicher Werteübermittlung kann über eine geeignete Anzeige und Auswertung bereits im Vorfeld geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Dieser Wert ist jederzeit abrufbar und ist insbesondere für Hallen mit viel Gastspielbetrieb ideal um Beschädigungen durch Überlastungen am Gebäude vorzubeugen.

Ein Feder Wage Meßsystem mit Schaltkontakt.

Lasterfassung mittels Feder Wage Meßsystem mit Schaltkontakt
Feder Wage Meßsystem mit Schaltkontakt

Dieses System muß vor Ort eingestellt werden und hat nur Schaltzustände. Ein Ablesen der aktuellen Last ist nicht möglich.
In dieser Ausführung wird das Gewicht der gesamte Kette mit berücksichtigt – Sprich wie der Hängepunkt belastet wird. Befindet sich das Feder-Wagesystem z.B. am Getriebe, wird nur die Last berücksichtigt. Kette die Kettensack liegt, findet keinen Einfluß.

Das messen des Betriebsstrom des Antriebes.

Lasterfassung über den Betriebsstrom des Antriebes
Lasterfassung über den Betriebsstrom des Antriebes

Dabei hat die Praxis gezeigt, dass beim Meßverfahren über den Betriebsstrom große Schwankungen aufgrund der Betriebs- und der Außentemperatur vorliegen. Außerdem kann die Strommessung nur arbeiten wenn der Motor im Betrieb ist. Ein Aufsetzen von anderen verfahrenden Objekten im eigenen Stillstand wird nicht erkannt. Auch das nachträgliche Einhängen in das Rig und dem evtl. überschreiten der Überlast wird von diesem System nicht erkannt, da der Motor keinen Fahrbefehl erhält und damit der Motorstrom 0 ist – sprich keine Last erkennt. Vielmehr keine Lastangabe geben kann. Weiterhin ist das Modul wie hier von TELES mit einer Genauigkeit von +- 5% angegeben. Bei einer Tonne sind dies immerhin 100 kg Abweichung und dabei sind mechanische Faktoren wie warmes Getriebeöl nach Langzeitbetrieb noch nicht berücksichtigt. Außerdem muss vor dem Auslösen bei Überlast noch eine Totzeit abgewartet werden, da bei bremsenbehafteten Motoren der dynamische Faktor von ca. 1,4 beim anfahren und abbremsen abgewartet werden muss, danach sind noch die dynamischen Schwankungen zu mitteln um auf die statische Last zu schließen. Der Ort der Lasterfassung ist zu unterscheiden ob das Gewicht der Kette die im Kettensack nicht aktiv am Heben beteiligt ist, Einfluß auf die Messung hat oder nicht.

Mehr zum Thema Punktzüge? – siehe auch folgende Themen: